Der vermaledeite 3D Druck Hype

Wie Pilze nach einem warmen Sommerregen schießen allerorts die in den Himmel gehypten 3D Printer aus dem Boden. Eine eigentlich uralte Technologie soll hier scheinbar das NEXT BIG THING im Consumermarkt werden ,  nur wer brauchts?
Der Nerd der sich  seine   Star Wars,  WOW  usw. Figuren für  sein Schachspiel  drucken will, die gelangweilte Hausfrau  die denkt sich ihre eigenen Dildos drucken zu können oder der Bastler der glaubt sich seine Ersatzteile zukünftig selbst im Keller drucken zu können. Wohl eher keiner!
Die Teile die ich bisher aus den am Markt befindlichen Consumer Printern in den Händen halten durfte, waren gelinde gesagt alle der größte Schrott.
Artikel aus semiprofessionellen Geräten wie Zprinter, Objet und Konsorten haben sicherlich Ihre Daseinsberechtigung wenn es darum geht mal schnell ein Design greifbar zu machen, dies dann bitte aber nur aus der Ferne. Dem schichtbildenden Verfahren geschuldet, gibt es einfach keine wirklich belastbaren Modelle, sollen dann mal mehrere Artikel miteinander verschraubt, gesteckt oder sonstwie gefügt werden, hakt es hier und dort. Je nach Bauweise passt mal der Durchmesser aber die Länge nicht und umgekehrt. Wehe dem der dann Gewinde bis zum Anschlag und ein bisschen weiter dreht, der hat dann ganz schnell die Scherben seiner Idee in den Händen.
Vergesst ganz schell die tollen Muster die Ihr so bekommt, ein Zahnradverbund der schön ineinander greift , so etwas klappt nur weil hier und da kräftig an den 3D Daten geschraubt und an den entsprechenden Drucker angepasst wurde, alles nur Augenwischerei.
Sinnvoll erscheint mir im Moment nur der Medizinische Bereich wo man sich vor Operationen an einem transparenten Modell den einen oder anderen Nervenkanal abbilden kann um sich daran vorbei zu mogeln.
Was ich als absolut daneben empfinde sind die Stores die von gelangweilten Ehefrauen reicher Schnösel eröffnet werden in denen man sich dann ein Miniaturabbild seiner selbst anfertigen lassen kann. Für die Ichzentrierte Lackaffenschicht der Bussibussigesellschaft  in Hippsterzeiten wohl der allerletzte Schrei, aber dennoch so sinnvoll wie ein dritter Hoden.
Die zaghaften Versuche das Business für Ehehygiene mit Dildo on Demand zu revolutionieren scheitern im Moment noch alle an der Konfiguration des Wunschgemächts, Frauen die sich mit zickigen Produktkonfiguratoren herumschlagen sind hernach noch sehr dünn gesät. Und da wäre dann noch die Verträglichkeit der eingesetzten Werkstoffe mit dem schwachsaueren Milieu, das Zeug löst sich schlicht und ergreifend auf.
Also warten wir lieber noch ein paar Jährchen bis anständige Replikatoren von der Enterprise endlich Marktreife erlangt haben.

Ren

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